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Drei Tote und zwei Schwerverletzte bei Brand in Wohngruppe der GP.rt


„Ein schwarzer Abend für die Stadt Reutlingen“, sagte Oberbürgermeister Thomas Keck, der wenig später am Einsatzort eintraf. Auch den insgesamt 61 Feuerwehrleuten sowie rund 40 weiteren Helfenden stand der Schock ins Gesicht geschrieben. „Als wir am Einsatzort eintrafen, saß eine Person mit rußgeschwärztem Gesicht vor der Eingangstür“, schilderte Feuerwehr-Einsatzleiter Martin Reicherter die Situation vor Ort. Betreuer berichteten von einem Brand im Obergeschoss des zweigeschossigen Gebäudes, einer Einrichtung der Eingliederungshilfe mit insgesamt vier Wohngruppen für jeweils acht Personen. Hinweise auf fünf Kinder, die sich ebenfalls in der betroffenen Wohngruppe aufhalten sollten bewahrheiteten sich nicht. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer selbst bereits weitgehend erloschen, der Zustand der Räumlichkeiten ließ aber auf eine hohe Intensität schließen. Drei Menschen waren bereits einer Rauchgasinhalation erlegen, zwei weitere waren lebensgefährlich verletzt, so der leitende Notarzt Dr. Jörg Uwe Renz.

Das Feuer hatte sich offenkundig auf einen Raum beschränkt, dennoch mussten 20 weitere Türen geöffnet, weitere Räume durchsucht werden. Insgesamt waren 16 Bewohnerinnen und Bewohner des Fachpflegeheims für psychisch kranke ältere Menschen betroffen, elf Personen konnten nach eingehenden Untersuchungen ins naheliegende PP.rt, eine Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik,  verbracht werden, wo sie zur Stunde betreut werden, sagte Prof. Gerhard Längle, Leiter der Einrichtung auf dem Gaisbühl: „Wie genau die Situation entstanden ist, können wir noch nicht sagen, aber es ist eine katastrophale Situation für unsere Bewohner und unsere Mitarbeitenden.“

„Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Verstorbenen sowie bei den Schwerverletzten“, so Oberbürgermeister Thomas Keck. Landrat Dr. Ulrich Fiedler betonte: „Bei aller Betroffenheit bin ich sehr dankbar zu sehen, wie die Einsatzkräfte aus dem Landkreis und darüber hinaus in hoher Qualität zusammenwirken.“ Feuerwehrbürgermeister Roland Wintzen hob die sehr gute Zusammenarbeit der Rettungskräfte und der Mitarbeitenden der GP.rt hervor. Die Brandursache ist zur Stunde unbekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Alarmiert wurden alle angrenzenden Rettungsdienstbereiche über die Oberleitstelle Baden-Württemberg, die jeweils mindestens zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug schickten.

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