Impressionen aus Reutlingen

Großeinsatz für die Feuerwehr


Gegen 22.10 Uhr zog ein schweres Unwetter mit starken Niederschlägen über Reutlingen. Durch den heftigen Starkregen konnten die Oberflächenwasser nicht so schnell abfließen. In der Folge schwoll die Echaz an vielen Stellen innerhalb des Stadtgebiets in kürzester Zeit an und trat großflächig über die Ufer. Betroffen waren schwerpunktmäßig der Stadtteil Betzingen und Gebäude in der Lederstraße entlang der Echaz. In der Ortsmitte von Betzingen stand das Wasser bis zu einem halben Meter hoch. Zahlreiche Keller und Tiefgaragen wurden überflutet.
Das Seniorenzentrum der BruderhausDiakonie in Betzingen war komplett von der Echaz umspült. Sicherheitshalber wurden die Senioren ins Obergeschoss der Einrichtung verlegt und dort vor Ort betreut. Ebenso stand das Feuerwehrhaus in Betzingen unter Wasser.

Die Echaz trat auch entlang der Lederstraße über die Ufer. Durch die heftigen und schnellen Niederschläge wurde ein Gebäude vom Hochwasser so schnell umschlossen, dass die Bewohner das Gebäude nicht mehr rechtzeitig verlassen konnten. Die Feuerwehr rettete sieben Personen über eine Drehleiter. Eine Wohnung im Untergeschoss eines Gebäudes war mit Wasser vollgelaufen. Da die Bewohner nicht bei Freunden und Bekannten unterkommen konnten, wurden diese von der Stadt untergebracht.

Im Parkhaus Lederstraße stand das Wasser hüfthoch. Mehrere Fahrzeuge wurden durch die Fluten beschädigt. Zahlreiche Brücken entlang der Echaz wurden überflutet und wurden vorsichtshalber gesperrt.

Die Feuerwehr Reutlingen besetzte alle Feuerwehrhäuser. Neben dem Hochwassereinsatz musste auch der Brandschutz in der Stadt sichergestellt werden. Um 22:15Uhr wurde die Feuerwehr über einen Blitzeinschlag mit Brandfolge informiert, der sich jedoch glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte.

Im Stadtgebiet Reutlingen waren 300 Einsatzkräfte mit Unwettereinsätzen beschäftigt. Die Reutlinger Wehr unterstützte auch die Feuerwehr Pfullingen, hier war die Innenstadt besonders stark betroffen. Unterstützt wurde die Feuerwehr von Kräften des THW, der Polizei und des DLRG. Die Technischen Betriebsdienste und die Stadtentwässerung Reutlingen waren ebenfalls vor Ort. 
Der Verwaltungsstab der Stadt Reutlingen unter Leitung von Bürgermeister Alexander Kreher wurde alarmiert. Die Verwaltungsspitze informierte sich persönlich über die Lage. Insgesamt mussten bis 5:00 Uhr morgens 110 Einsatzstellen bearbeitet werden.
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Redakteur / Urheber
Adrian Röhrle
Stellv. Kommandant

Feuerwehr Reutlingen

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