Impressionen aus Reutlingen

Neue Fahrzeuge für die Feuerwehr


Offizielle Fahrzeugübergabe Großes Lob gab es von der  Oberbürgermeisterin für die Mannschaften, die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren sowie für die Kollegen der Berufsfeuerwehr für Ihren Einsatz, den sie für die Reutlinger Bevölkerung leisten. „Sie gehen für uns durchs Feuer, übernehmen in Ausnahmesituationen Verantwortung gegenüber in Not geratenen Menschen, schützen und retten Leben. Und sie tun das oft ohne zu wissen, was sie dabei erwartet. Und auch ohne zu wissen, ob sie später gesund und heil wieder nach Hause zurückkehren. In den vergangenen Jahren haben Sie immer wieder gezeigt, dass auf die Feuerwehr in Reutlingen Verlass ist, “, so das Stadtoberhaupt..
 
Der Ersatzbeschaffung von vier neuen Einsatzfahrzeugen, die jetzt den Fuhrpark der Feuerwehr verjüngen, hatte der Finanz- und Wirtschaftsausschuss sowie der Gemeinderat im Jahre 2015 und 2016 zugestimmt „Eine stattliche Investition in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro die zur Sicherheit der Reutlinger Bevölkerung beiträgt“, freute sich Bosch bei der Übergabe. .
 
Diese Ersatzbeschaffungen waren dringend notwendig, da das Durchschnittsalter der Großfahrzeuge über rund 17 Jahren liegt. All diese Fahrzeuge haben Hunderte von Einsätzen hinter sich gebracht und wurden erheblich beansprucht. Ersetzt wurde ein inzwischen 28 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug der Abteilung Freiw. Feuerwehr Sickenhausen und das 24 Jahre alte Wechselladerfahrzeug der Abt. Stadtmitte. Für die Abteilung Berufsfeuerwehr gab es doppelten Grund zur Freude. Ein neues Vorauslöschfahrzeug und eine Drehleiter verjüngen den Fuhrpark der Berufsfeuerwehr. Die bisherige Drehleiter geht in den Besitz der Abt. Freiw. Feuerwehr Betzingen über, als Ersatz für die nunmehr 28 Jahre alte Drehleiter.

Ersatzbeschaffung des Löschgruppenfahrzeugs LF 10
 
LF 10 für die Abteilung Freiwillige Feuerwehr Sickenhausen
Ein neues Löschfahrzeug vom Typ LF 10 ersetzt bei der Abteilung Freiwillige Feuerwehr Sickenhausen ein mittlerweile fast 28 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug. Der Ersatz war notwendig, da zwischenzeitlich keine Ersatzteile mehr für das Fahrgestell erhältlich waren. Die Abteilung Sickenhausen ist nun, nach dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses in 2015 und dem Ersatz des alten Mannschaftstransportwagens im 2016, komplett neu ausgestattet und gibt der Bevölkerung Gelegenheit bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag den 21.05.2017 ihre Feuerwehr näher kennen zu lernen.
Das neue Fahrzeug wurde von Fa. Magirus auf einem MAN-Fahrgestell aufgebaut. Neben der Ausrüstung für die neunköpfige Besatzung führt das Fahrzeug 1600l Löschwasser, einen Generator und eine Sonderausstattung zur flächigen Ausleuchtung von Einsatzstellen mit sich. Die Preis liegt bei rund 310.000 €, das Land beteiligt sich mit 90.000€ an der Investition.
 
Ersatzbeschaffung eines Wechselladerfahrzeugs
 
Diese Wechselladerfahrzeuge wurden erstmals 1994 eingeführt. Mit diesen Fahrzeugen werden alle Nachschubfahrzeuge nicht mehr selbstfahrend gemacht, sondern die Ausrüstung für Einsatzergänzungen in Containern untergebracht, die im Bedarfsfalle von solchen Fahrzeugen dann vor Ort gebracht werden können.
Diese Wechselladerfahrzeuge wurden erstmals 1994 eingeführt. Auf diesen Fahrzeugen werden Container mit Ausrüstungen für Einsätze angeliefert.  
Dieses Konzept hat sich bewährt. Zudem konnten Investitionen in Höhe von rund 1,8 Mio. Euro für Fahrgestelle und jährliche Unterhaltskosten in Höhe von rd. 40.000 eingespart werden.
 
Die Fahrzeuge werden für die mehr als 20 Abrollbehälter oft eingesetzt und sind damit hoch beansprucht. Dementsprechend hoch ist auch der Verschleiß.
Das dreiachsige Fahrgestell mit 26t zulässiger Gesamtmasse kommt von der Firma Scania Bertsch aus Eningen. Die Wechselladertechnik lieferte Fa. Neff aus Dettenhausen. Das Fahrzeug kostet rund 210.000 Euro, wobei sich das Land mit einer Zuwendung in Höhe von 57.000 Euro beteiligt.


Ersatzbeschaffung eines Vorauslöschfahrzeuges und einer Drehleiter
 
 Feuerwehrkommandant Harald Herrmann, Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, Martin Reicherter, Abteilung TechnikFür die Abteilung Berufsfeuerwehr gab es doppelten Grund zur Freude.
 
In den eng bebauten Vierteln und ihren dicht beparkten und verkehrsberuhigten Straßen wird es immer schwieriger mit den auf LKW-Fahrgestellen aufgebauten Löschgruppenfahrzeugen zum Einsatzort vorzudringen. Bereits seit 1992 war hier ein Vorauslöschfahrzeug im Einsatz. Dieses Fahrzeug musste im Frühjahr aufgrund fortgeschrittener Korrosion außer Dienst genommen werden. Die bereits 2015 eingeleitete Ersatzbeschaffung trifft nun zeitgerecht in Form eines MLF – mittleren Löschfahrzeugs – auf einem schmalen, kleinen Transporterfahrgestell ein.
 
Das Fahrzeug bietet bis zu 6 Feuerwehrleuten Platz und verfügt über alle notwendigen Geräte sowie 1000l Wasservorrat für den Ersteinsatz bei Wohnungsbränden. Der Aufbau stammt ebenfalls von Firma Magirus, die nach öffentlicher Ausschreibung das Fahrzeug auf einem Iveco-Chassis, dem zurzeit einzigen geeigneten Fahrgestell auf dem Markt, realisieren konnte.
Mit rund 200.000 € wird auch hier der Erhalt der notwendigen Infrastruktur zum Schutz der Bevölkerung unterstützt. Auch hier kann eine Zuwendung des Landes in Höhe von rund 48.000 € verbucht werden.
 
Das technische Highlight des Abends bot die neue Drehleiter für die Abteilung Berufsfeuerwehr. Als Ersatz für die fast auf den Tag genau 28 Jahre alte Drehleiter in Betzingen wurde eine Investition in Höhe von fast 750.000 € getätigt. In Abstimmung wurde die neue Drehleiter bei der Berufsfeuerwehr stationiert. Ein seither an der Feuerwache stationiertes Fahrzeug der Abteilung Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte wird in wenigen Wochen dann an die Abteilung Freiwillige Feuerwehr Betzingen überstellt.
 
Die Drehleiter ist ein besonderes Rettungsgerät zur Sichergestellung des 2. Rettungsweges aus Gebäuden und ist auf die Bauvorschriften abgestimmt. Zudem dient die Drehleiter auch an Angriffsweg zur Brandbekämpfung oder zur Unterstützungsausgaben bei der Technischen Hilfeleistung.
Aufgrund der Stadt- und Verkehrsentwicklung mit verkehrsberuhigten Zonen wurde eine relativ schmale (2,40 m) Ausführung beschafft.
 
Das Fahrzeug ist zudem mit einer Hinterachszusatzlenkung ausgestattet, um in der Altstadt und in verkehrsberuhigten Gebieten eine hohe Wendigkeit zu erreichen. Um eine Rettung bei ausgebauten Dachgeschossen mit zurückgesetzten Dachgauben durchführen zu können, ist das oberste Leiterteil mit einem Gelenk ausgestattet. Zudem stehen eine Umfeldbeleuchtung am Korb der Drehleiter sowie eine fest installierte Steigleitung im Korb zur Verfügung. Nach einer europaweiten Ausschreibung bekam die Magirus GmbH aus Ulm den Zuschlag für das Komplettfahrzeug. Durch die Zuwendung des Landes wird die Belastung für den städtischen Haushalt um 249.000 € gemindert.
 
Bevor die neuen Fahrzeuge von Martin Reicherter, dem Leiter der Abteilung Technik erläutert wurden, stellte Feuerwehrkommandant Harald Herrmann heraus, dass es für die Feuerwehr ein besonderer Tag ist. Es sei nicht alltäglich, dass an einem Tag gleichzeitig 4 Einsatzfahrzeuge in Dienst gestellt werden könnten.
 
Herrmann dankte dem Gemeinderat und der Oberbürgermeisterin, dass sie die Arbeit der Feuerwehrangehörigen in besonderer Weise anerkennen und der Feuerwehr für die Durchführung des gesetzlichen Auftrages für die Stadt eine hervorragende Ausrüstung zur Verfügung stellen.

 
 Vorauslöschfahrzeug für die Berufsfeuerwehr Offizielle Fahrzeugübergabe Übergabe Wechselladerfahrzeug für die Abteilung Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte  Offizielle Fahrzeugübergabe

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