Impressionen aus Reutlingen

Bundesweite Corona-Antikörperstudie gestartet - Landkreis ist Pilotregion


Ziel der Studie ist es, das Infektionsgeschehen des Virus besser zu überblicken. Getestet wird seit 1. Juli mitten in Reutlingen: auf dem Parkplatz des ehemaligen Paketpostgeländes, das die Stadt Reutlingen dem HZI mietfrei zur Verfügung stellt. Die Studie wird mit Unterstützung des Landratsamtes und des Kreisgesundheitsamtes durchgeführt, das Testzentrum wird durch die Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben.

Wissenschaftliche Daten deuten darauf hin, dass milde und asymptomatische Infektionsverläufe von Covid-19 häufig nicht erkannt werden. Daher ist es nicht zuverlässig möglich, die Anzahl Menschen abzuschätzen, die tatsächlich eine Infektion mit dem Virus hatten oder haben. Mittels Antikörperbestimmungen in Blutproben sollen in der Studie verlässliche Rückschlüsse auf überstandene Infektionen ermöglicht werden. Bis zu 160 Menschen können täglich in den Testungscontainer im Postareal auf Antikörper untersucht werden. Insgesamt sollen dort etwa 3.000 Blutproben von Menschen aus dem Kreis Reutlingen entnommen werden, die zunächst in zwei Laboren untersucht und dann zu weiterführenden Analysen in das HZI und an das Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut (NMI) in Tübingen weitergeleitet. Nach ca. drei bis vier Monaten soll dann eine erneute Beprobung dieses Personenkreises stattfinden. Die Teilnehmer der repräsentativen Studie wurden in Vorfeld zufällig ausgewählt und schriftlich benachrichtigt. Die Teilnahme erfolgt selbstverständlich auf freiwilliger Basis.

„Es ist uns eine Ehre, dass Reutlingen als Standort für die Antikörperstudie ausgewählt wurde. Mir war es ein persönliches Anliegen, dass die Studie mitten in der Stadt durchgeführt wird.  Die Pandemie ist noch nicht vorbei und das Virus wird uns auch in Zukunft beschäftigen, das sollten wir uns alle immer wieder vor Augen führen“, so Oberbürgermeister Thomas Keck zur Eröffnung des Testzentrums. Das städtische Paketpost-Areal eigne sich auch wegen der guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit dem Auto hervorragend als Standort für die Studie, betonte der Oberbürgermeister. Insgesamt sechs städtische Ämter haben unter Koordination der Feuerwehr dafür gesorgt, dass die Testungscontainer rechtszeitig zum 1. Juli betriebsbereit zur Verfügung stehen.

Landrat Thomas Reumann lobte die Studie als herausragenden und wertvollen wissenschaftlichen Beitrag. Es gehe darum ein realistisches Bild des Infektionsgeschehens zu erlangen. „Forschung ist der Schlüssel im Kampf gegen das Coronavirus“, so Reumann.

Weitere Informationen zur Studie gibt es auf der Internetseite des HZI.


Die Testungscontainer der Helmholtz-Studie an der ehemaligen Paket-PostPressestermin Helmholtz-Studie: Wolfgang Thomas (Johanniter-Unfall-Hilfe), Univ.-Prof. Dr. med. Gérard Krause (Studienleiter), Landrat Thomas Reumann und OB Thomas Keck
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