Nachricht

Eine Woche in Enzklösterle


Nach der letztjährigen großen Zufriedenheit wurde auch diesmal wieder im Gasthof Löwen Quartier bezogen und vom Wirtspaar Peter und Bettina Freund nach allen Belangen bestens versorgt. Wegen der Coronakrise war die Ausfahrt lange in der Schwebe, aber letztendlich klappte es in reduzierter Form. Mit Einhalten der vorgegebenen Regeln machte es der Stimmung keinen Abbruch und die Woche wurde unbeschadet überstanden.
Nach problemloser Anfahrt wurde am Sonntag gleich die letztmals verpasste Einkehr im Forellenhof Petersmühle nachgeholt. Eine riesige Anlage mit etlichen stark belebten Forellenteichen. Die gemischte Fischplatte mundete allen. Am Montag nahm die Gruppe die freie Busfahrt mit der Gästekarte im gesamten Nordschwarzwald wahr und fuhr in die schöne Schwarzwaldregion Freudenstadt. Nach nun abgeschlossener Umgestaltung wurde der blumengeschmückte und mit vielen Brunnen bestückte Marktplatz erkundet und durchwandert. Nur die Stadtkirche ist zur Zeit noch eine große Baustelle im Innenraum.
Ein Quartett der Gruppe unternahm dann am Folgetag eine Tour von Sprollenhaus zur wunderschön gelegenen Grünhütte und nach einer kurzen Stärkung weiter auf dem Höhenweg zum Sommerberg nach Bad Wildbad. Nach dem letztjährigen Begehen des Baumwipfelpfades nahm man diesmal die Hängebrücke unter die Beine. Die „Wildline“ überspannt mit 380 Meter Länge und in 60 Metern Höhe das Tal bei Bad Wildbad. Bei der starken Schwankung und Bewegung war Schwindelfreiheit angesagt, viele bleiche und angestrengte Gesichter bewiesen dies. Nach der Talfahrt mit der Sommerbergbahn brachte uns der Linienbus wieder sicher zurück.
Früh aufstehen hieß es am Mittwoch, denn Peter Freund bot eine Fahrt nach Durbach ins Weingut Männle an. Schon bei der Fahrt dorthin wurde der Schwarzwald mit immer wieder weit reichenden Ausblicken in allen Belangen genossen. Der Blick vom hoch über dem Weingut liegenden Schloss Staufenburg zeigte die weitläufigen und akkurat angelegten Anbaugebiete des Weingutes, das Weindorf Durbach und im Hintergrund sogar die Vogesen.
Im neuen Verkaufsraum des Familienbesitzes mit darunter liegendem modernen Weinkeller erfuhr man dann von der Seniorchefin Inge Männle während einer Weinprobe geschichtliches und neues über das hundert Jahre alte Weingut, das nun in vierter Generation von Thomas Männle geführt wird. Die Rückfahrt war dann nach einem Zwischenstopp in der Renchtalhütte bei Bad Peterstal-Griesbach über die Schwarzwaldhochstraße wieder mit vielen Weitblicken gespickt.
Beeindrucken war auch die Tour über den Hummelbergweg, den Luppachweg mit überschreiten der 1500 Jahre alten Bistumgrenze Mainz/Konstanz zu der knapp 800 Meter hoch über Enzklösterle liegenden Aussichtsplattform Schöllkopf. Vieles über Enzklösterle und seine Geschichte erfuhren einige Feuerwehr-Senioren bei der von Frau Becker vom Touristik-Büro bei der geführten knapp dreistündigen Wanderung mit kulinarischem Abschluss in der Rohnbachhütte, die an diesem Tag von unserem Quartierchef beliefert wurde. Hier gab es dann auch während der Rast den ersten Regenguss dieser Woche, der aber für den Heimweg wieder vorbei war.
Regen pur gab es dann zum Abschied und auf der Heimfahrt, was aber der tollen abschließenden 21. Wanderwoche keinen Abbruch tat. Nach dem Abschluss im Schützenhaus in Betzingen galt die Vorfreude bereits wieder dem nächsten Stammtisch.
^
Redakteur / Urheber
Fritz Pfingsttag
Nach oben