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Ausbildungswochenende der Reutlinger Höhenretter


Am vergangenen Wochenende fand das Ausbildungswochenende der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Reutlingen zu den Themen Unfallverhütung, Neuerungen bei der Geräteausstattung, „Abfahren am Seil“ und Rettung adipöser Patienten statt.

Der Unfallverhütung kommt bei der Höhenrettung eine besondere Bedeutung zu, da am Seil durch Leichtsinnigkeit und Nichtbeachten von Vorschriften erhebliche Gefahren für Patienten und Retter entstehen können.

Bundesweiten Studien zufolge gibt es immer mehr stark übergewichtige Leute hierzulande. Damit verbunden ist auch die Zahl von Erkrankungen und Einsätzen der Feuerwehr, die durch Fettleibigkeit (Adipositas) bedingt sind. Da diese Patienten aufgrund ihrer Erkrankung vielfach nicht gehfähig und vor Anstrengungen zu schützen sind, müssen sie im Einsatzfall so schonend als möglich transportiert werden, was insbesondere bei nicht ebenerdigem Wohnort einen größeren technischen Aufwand für die Rettungskräfte erfordert. Wird zur schonenden Rettung und zum Transport aus oberen Wohngeschossen üblicherweise die Drehleiter der Feuerwehr eingesetzt, muss bei schwergewichtigen Personen der Feuerwehrkran und die Höhenrettungsgruppe eingesetzt werden. Damit die Rettung im Einsatzfall schnell und unkompliziert ablaufen kann, haben die Reutlinger Höhenretter sich diesem Thema ausführlich gewidmet und Einsatz mit Schwerlasttrage und Krankanzel trainiert.

Eine weitere Trainingseinheit und eine Vorführung beim Einweihungsfest am neuen Feuerwehrhaus am Schlauchturm in St. Johann – Würtingen, wo eine Person liegend aus ca. 20m Höhe in der Schleifkorbtrage am Schrägseil gerettet und zu Boden gebracht werden musste, bildete den Abschluss eines erfolgreichen Ausbildungswochenendes.

Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Reutlingen wurde 1995 gegründet. Die spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen, Einsätze bei Sturmschäden oder in absturzgefährdeten Bereichen zählen zu den Aufgaben der Sondereinheit.
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