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Harald Herrmann
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Harald Herrmann
Amtsleiter und Feuerwehrkommandant
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Interkommunale Zusammenarbeit

 

Die großen Kreisstädte Reutlingen, Tübingen, Metzingen und Rottenburg haben sich seit einigen Jahren zu einer engeren Zusammenarbeit entschlossen. Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der Städte loten immer wieder die Möglichkeiten der effektiveren Zusammenarbeit aus und wollen diese zur Verbesserung der Verwaltungsleistung nutzen.

Die Feuerwehren in der Region Reutlingen - Tübingen arbeiten bereits seit Jahrzehnten eng zusammen. Zu einen ergibt sich dies aus den Überlandhilferegelungen der Landkreise; zum anderen aus besonderen Alarmplänen für bestimmte Einsatzobjekte wie beispielsweise den Kreiskliniken.

Reicht diese Zusammenarbeit denn nicht aus?

Das System Feuerwehr bewährt sich täglich, ohne zu verschweigen, dass die „Einen oder Anderen“ Aufgaben großflächiger effektiver zu lösen wären. Wie schwierig Veränderungen sind, wissen die Führungskräfte in den Feuerwehren.

Lange Traditionen in kommunaler Trägerschaft, landesspezifische Gesetze, alle 5 Jahre zu wählende Führungskräfte, Misch- und Zuschussfinanzierung und die gesellschaftliche Funktion der Feuerwehen in den Stadtbezirken sind einige Schlagworte, die bei Reformen, sollen sie gelingen, zu beachten sind.

Aus diesem Grunde wird es in Zukunft wichtig sein, das bewährte System „Feuerwehr“ zu stützen und zu erhalten, indem es notwendige Reformen, vor allem in selten auftretenden Einsatzlagen erfährt und in diesen „Spezialbereichen“ mehr regional gedacht wird.

Diesen Ansatz griffen die Feuerwehrkommandanten von Reutlingen, Tübingen, Metzingen Pfullingen, Eningen und der Werkfeuerwehr Robert Bosch GmbH, Reutlingen, zum Ende des Jahres 2003 auf und haben die Überlegungen zum Anlass genommen, sich über eine weiterführende, engere Kooperation zwischen den Feuerwehren zu verständigen sowie über gemeinsame, überörtliche Einsatzkonzepte nachzudenken.

Welche Fakten führten zu diesen Überlegungen?


1. Die wirtschaftliche Situation in den Städten und Gemeinden ist schlechter geworden; der Kostendruck auch auf die Feuerwehren erhöht sich zunehmend. Die Ausbildungsanforderungen nehmen immer mehr zu und die Investitionskosten für Fahrzeuge und Geräte steigen.

2. Die demographische Entwicklung wird in den nächsten 10-15 Jahren zu einem Kräftemangel bei den Feuerwehren und einem weiteren Rückgang der Verfügbarkeit der Freiwilligen Feuerwehren – insbesondere tagsüber – führen können.

3. Sofern der heutige Qualitätsstandard bei den Feuerwehren gehalten werden soll, ist es notwendig, alle Aufgaben kritisch zu hinterfragen und weiterführende Veränderungen anzustellen.

4. Eine Überlegung könnte in Teilbereichen eine „Regionalisierung der Feuerwehen“ – zumindest in der speziellen Gefahrenabwehr – sein.

Aus einsatztaktischen Gründen wurde in die interkommunale Zusammenarbeit der Städte auch die Werkfeuerwehr Bosch sowie die Feuerwehren der Stadt Pfullingen und der Gemeinde Eningen, die zusammen mit Reutlingen, Metzingen und Tübingen einen Ballungsraum von insgesamt 245.000 Einwohnern bilden, mit aufgenommen.

Die Stadt Rottenburg wurde bisher aufgrund der Entfernung zum „Ballungsraum“ sowie ihrer „eher ländlich, flächenartig geprägten Struktur“ noch nicht mit eingebunden.

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Ziele der „neuen“ Zusammenarbeit

Das Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit bei den Feuerwehren war es zuerst, alle vorhandenen Ressourcen in einer Datenbank zu erfassen und den beteiligten Wehren über das Internet zugänglich zu machen. Die Kommandanten haben als weiteres Ziel formuliert, für Spezialaufgaben, abgestimmte Einsatzkonzepte zu erarbeiten.

Erste Ergebnisse

a:) Tauchergruppe
Ein Einstieg wurde mit einer gemeinsamen Tauchergruppe der Feuerwehren Reutlingen und Tübingen erfolgreich begonnen. Die vorhandene Ausrüstung wurde aufeinander abgestimmt, die Geräteanzahl reduziert. Bei Ausfall von Geräten helfen sich die Tauchergruppen, wie im vergangenen Jahr praktiziert, gegenseitig aus.
Eine gemeinsame Einsatzplanung, in die auch die DLRG eingebunden wurde, bildet die Grundlage für die gemeinsame Ausbildung. Diese wird sowohl an den Standorten als auch an der Landesfeuerwehrschule gemeinsam betrieben.

b:) Interkommunale Einsatz – und Gerätedatei
In dem geschlossenen Bereich dieser Internetseite haben die Feuerwehren – passwortgeschützt – Zugriff auf sämtliche Einsatzmittel der benachbarten Wehren. Mit dieser Maßnahme können die Materialbestände effektiver genutzt, Beschaffungen besser geplant und auch abgestimmt werden. Im Einsatzfalle kann jede Feuerwehr sich sehr schnell einen Überblick über die in der Region vorhanden Geräte, Ausrüstungen und Verbrauchsmaterialien verschaffen und auf diese auch zugreifen.

Künftige Schritte der interkommunalen Zusammenarbeit

Weitere Einsatzkonzepte können im Strahlenschutz, im Gefahrguteinsatz, bei Sondereinsätzen mit Spezialfahrzeugen wie Kranwagen, bei den Leitstellen, bei Dienstleistungen wie in der Führungsunterstützung und der Kommunikationstechnik, im Atemschutzbereich, bei der Einsatzlogistik und in den Werkstätten entstehen.

Ebenso besteht die Möglichkeit, abgestufte Einsatzkonzepte für den Grundschutz, die Ergänzung und die Spezialisierung zu erarbeiten.

Hierzu wären jedoch klare, zwischen den Städten abgestimmte Aufträge der politisch Verantwortlichen notwendig sowie eine einheitliche Datenbasis, die Risikoanalysen, Aufgabenbeschreibungen und Bedarfspläne in abgestimmter Form beinhalten.

Harald Herrmann

Feuerwehr Reutlingen

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