Sicherheit der Bürger gewährleistet – Feuerwehr trotz Lockdown tätig


Im vergangenen Jahr 2020 rückte die Abteilung Freiwillige Feuerwehr Betzingen zu 79 Einsätzen aus und leistete Hilfe und Schutz.  Die Maßnahmen, die zum Schutz vor einer Covid 19 – Infektion der Bevölkerung und der eigenen Kräfte getroffen wurden, sind jedoch umfassend und einschneidend für die gesamte Feuerwehr.
 
Alle Maßnahmen sind durch die Verordnungen der entsprechenden Ministerien des Landes Baden-Württembergs geregelt, die einzelnen Feuerwehren setzen diese Regelungen für den eigenen Feuerwehrdienstbetrieb um und gewährleisten somit die Einsatzbereitschaft der Kräfte.
 
So besteht zum Beispiel seit dem Frühjahr 2020 eine Maskenpflicht bei Fahrten mit den Einsatzfahrzeugen, ebenfalls wurde auf die entsprechenden Hygiene- und Abstandsregelungen geachtet. Für die Ausbildungs- und Übungsdienste galt ein Stufenplan, bei dem entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, abhängig von der aktuellen Corona-Lage, einzuhalten sind. Ausbildung fand auch während des ganzen letzten Jahres statt, nur eben in anderer Form.
 
Sowohl die Einsatzabteilung als auch die Jugendgruppe bearbeitet die Theoriethemen über Online-Präsentationen gemeinsam zuhause, so bliebt gesichert, dass die Einsatzkräfte und die Jugendliche ihr bereits erworbenes Wissen weiterhin verfestigen bzw. auch Neues erlernen könnten.
 
Für die praktischen Ausbildungen wurde die Mannschaft in Kleingruppen mit max. 10 Personen aufgeteilt. Diese festen Ausbildungsgruppen kamen jeweils an einem eigenen Termin zusammen, um den Kontakt zu den anderen zu vermeiden. Die Übungsdienste, sofern erlaubt, wurden ausschließlich im Freien und ebenfalls mit Masken abgehalten, im Nachgang mussten verschieden Bereiche der Fahrzeuge und relevante Gerätschaften desinfiziert werden, um für die nachfolgenden Gruppen die Ausrüstung wieder einsatzbereit zu machen.
 
In den entsprechenden Landesverordnungen ist klar geregelt, dass diese Abweichungen zu den allgemeinen Corona-Beschränkungen zum Erhalt der Einsatzfähigkeit der Feuerwehren erlaubt sind. Nur routiniertes Personal kann schnelle Hilfe leisten.
 
Zu großen Einschnitten kam es jedoch im kameradschaftlichen Bereich, seit März 2020 finden keine außerdienstlichen Treffen der Mitglieder der Betzigner Wehr statt. Das gemütliche Zusammensitzen nach den Übungsdiensten ist ebenso untersagt, wie das Abhalten von Versammlungen, Festen oder einem einfachen Grillabend. Wir versuchen jedoch über alternative Möglichkeiten den Kontakt zueinander nicht zu verlieren, besonders am Herzen liegen uns hierbei auch die Kameraden der Altersabteilung. Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Online-Angebote gemacht, virtuelle Stammtische eingerichtet und gemeinsam gespielt. Erwähnenswert ist hier das große Feuerwehr-Mutschel-Quiz bei dem über 30 Teilnehmer online Fragen zur Betzinger Feuerwehr beantworten mussten. Gemeinsam erlebten die Mitglieder der Einsatzabteilung und der Altersabteilung einen lustigen Abend, der durch die bereits am Mittag nach Hause gelieferten Mutscheln und Wurstsalat abgerundet wurde.
 
Trotz der Einschränkungen konnte die Jugendgruppe ihr 30-jähriges Bestehen in einem virtuellen Festakt feiern und in den Sommermonaten einen Ausflug ins Technorama in der Schweiz unternehmen. Kreativ zeigte sich die Jugendgruppe auch bei der Umsetzung einer Preisaufgabe – einen virtuelle Löschangriff mit einem Team nachstellen. Mit ihrer Lösung gewann die Jugendgruppe Betzingen den ersten Preis.
 
Unsere starke und leistungsfähige Gemeinschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Betzingen funktioniert trotz dieser Herausforderungen und Einschränkungen, selbstverständlich würde sich jeder wünschen wieder in eine „normale“ Feuerwehrtätigkeit ausüben zu können.
 
Wir sind bisher ganz gut durch diese Pandemiezeit gekommen und hoffen, dass sich die allgemeine Lage bald wieder etwas entspannen wird, so dass wieder mehr Gemeinschaft und Leichtigkeit möglich sein wird. Über allem steht allerdings der Wunsch gesund zu bleiben und Zeit gemeinsam verbringen zu können.
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Redakteur / Urheber
Joachim Blasy
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