Geschichte

Jede Geschichte hat ihre Vorgeschichte, so auch die unserer Betzinger Feuerwehr

1803

Aus der Freien Reichstadt Reutlingen wurde eine württembergische Amtsstadt, auch das Reutlinger Dorf Betzingen erhielt einen neuen Landesherrn. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Gemeinde zum Bauern- und Leineweberdorf.

1846

Die ersten Textilfabriken entstanden, die Echaz lieferte die notwendige Wasserkraft. Das Feuerlöschwesen war Aufgabe der Feuerrotten, in die fast alle männlichen Einwohner eingeteilt waren. Löschgerät war der lederne Feuereimer, den jeder Bürger selbst zu stellen hatte.

1857

Anscheinend war der Gemeinde Betzingen diese Lösung nicht mehr sicher genug; sie holte sich am 3. Februar vom ''königlichen'' Oberamt die Zusage, dass ''Bei einem in dortiger Gemeinde ausbrechenden Brande aus Reutlingen 12, aus Eningen 12 und aus Pfullingen 12 (Zusammen 36) wohlgeübte erfahrene Feuerwehrmänner zur Hülfe eilen...''.Bedingung war aber, dass die Gemeinde für ungefähr 15 Gulden 3 Steigleitern und 3 Dachleitern beschaffte. Diese Kosten waren wohl der Grund, dass vom Schultheißenamt im Amtsblatt die Beschaffung der Ausrüstung für 24 Feuerwehrmänner ausgeschrieben wurde. So liegt uns vom 20 Mai ein Schreiben des Metzinger Schlossermeisters Friedrich Gekeler vor, in dem er die Lieferung von 24 '' messingenen Helmen'' zum Stückpreis von 24 Gulden anbietet. Die Betzinger Ortsoberen waren jedoch sehr konservativ und so blieb zunächst alles beim Alten.

1861

Die Gemeinde beschaffte beim Reutlinger Glockengießer und Feuerspritzenhersteller eine Fahrspritze, die später ''Grüne Spritze'' genannt wurde. Im gleichen Jahr wurde auch die Eisenbahnstrecke von Reutlingen nach Tübingen eröffnet. Mit der Eisenbahn waren aber auch die Grundlagen für die weitere Industrialisierung geschaffen.

1865

Am 3.April beschlossen ''die bürgerliche Collegien'' eine Feuerwehr zu errichten. Schon am 27.Mai war ''die betreffende Mannschaft'' vorhanden. Der Gemeinderat ließ deshalb die Anschaffung der Ausrüstung für 25 Mann im Amtsblatt ausschreiben. Am 28 Oktober tagte wieder der Gemeinderat. Das Protokoll hält fest: ''Da in Städten und größeren Landgemeinden immer mehr Feuerwehren errichtet werden, so sahen sich die die Gemeinde-Collegien veranlasst, in Erwägung zu ziehen, ob es nicht von Notwendigkeit wäre, dass auch hier eine Feuerwehr ins Leben gerufen werden sollte, weil unsere Gemeinde auch zu den größeren gehört und sich hier auch drei Fabriken befinden, so dass, wenn seiner Zeit ein Brandfall ausbrechen würde, die Gemeinde großen Schaden erleiden könnte, und wenn eine Feuerwehr errichtet wäre, wirklich mehr geleistet werden könnte als nach gegenwärtigen Löschorganisation bis fremde Hilfe erscheinen würde, und da doch allgemein anerkannt ist, dass eine Feuerwehr ein nützliches Institut ist, so wird beschlossen, dass eine Feuerwehr organisiert werden solle, 25 Mann stark und zwar zunächst aus freiwilligen oder ledigen Söhnen, soweit dieselben dem Dienste gehörig gewachsen und taugbar sind...''. Man sieht, der Gemeinderat - fast nur aus Bauern bestehend - machte sich die Sache nicht einfach. Die Statuten wurden in leicht veränderten Form von der Feuerwehr Eningen übernommen und am 31.10.1865 von 14 Feuerwehrmännern unterschrieben. Dieser Termin ist deshalb als Gründungsdatum anzusehen. Erster Kommandant wurde der Zimmermann Martin Nedele. Laut Satzung stellte die Gemeinde die Ausrüstung. In §21 wurde aber festgelegt: ''Die Kleidung besteht aus einer Jacke und Hose aus starkem leinen Stoff, die der Eintretende sich selbst anzuschaffen hat, ...''. Wohl aus diesem Grund wurde schon am 6. November einem jeden Feuerwehrmann eine jährliche Entschädigung von einem Gulden zugesagt. Einige Jahre später wurde dieses ''Montierungs-Geld'' auf 1,80 Mark festgesetzt.

1874

Der Fabrikant Carl Schickhardt wurde zum Kommandanten gewählt. Aus dem Jahr 1876 sind die ersten gedruckten Statuten der '' Feuerwehr in Betzingen'' überliefert. Die Normalstärke betrug 120 Mann, sowohl Freiwillige als auch Pflichtfeuerwehrmänner. Im gleichen Jahr wurde eine Fahne für die Feuerwehr angeschafft und geweiht. Sie fiel dem Artilleriebeschuss bei Kriegsende 1945 zum Opfer.

1879

Eine  Aufnahme der Druckverstärkerpumpe ''Hydrophor'', die im Jahr 1880 angeschaffen wurde.
Druckverstärkerpumpe ''Hydrophor'', die im Jahr 1880 angeschaffen wurde.
Die Feuerspritze der Firma Schickhardt wurde in die Feuerwehr eingegliedert. 1880 erhielt die Wehr eine weitere Spritze. Bei der Firma Kurtz wurde ein Hydrophor - eine Handdruckspritze mit Saugeinrichtung - gekauft. Eine Unterstützungskasse mit eigener Satzung wurde gegründet. Sie sollte erlittene Unfälle entschädigen.

1887

Die Landesfeuerlöschordnung wurde eingeführt und die Feuerwehr umorganisiert. Neuer Kommandant wurde im Jahr 1892 Georg Schickhardt, Fabrikant. Zur selben Zeit wurde die Schickhardt´sche Fabrikspritze wieder an die Firma zurückgegeben.

1898

Die Feuerwehr beschaffte von der Firma J.G.Lieb in Biberach eine 14m lange Rettungs- und Feuerleiter zum Preis von 1290 Mark. Sämtliche Unterlagen wie Kaufvertrag, Rechnung und Prüfprotokoll sind noch im Stadtarchiv Reutlingen vorhanden. Damals betrug der Beitrag für den württembergischen Landesfeuerwehrverband 1 Mark für Gemeinden unter 3000 Einwohner, zu denen Betzingen noch gehörte. Die Wachmannschaft der Feuerwehr erhielt eine Entschädigung von 25 Pfennig in der Stunde. Vom 11.12.1898 datiert eine Rechnung von Georg Grauer zum Deutschen Haus für die ''verehrliche'' Feuerwehr Betzingen, in der für 68 Vesper (vermutlich mit Getränk) je 50 Pfennig berechnet wurde. 1Liter Branntwein kostete 1 Mark.

1899

Das alte Feuerwehrhaus in der Mußmehlstr.
Feuerwehrhauses in der Mußmehlstraße nach de Umbau
Die Mannschaftsstärke betrug 215 Mann. Bei der Neuwahl der Führung wurde 1902 Georg Grauer zum Kommandanten bestimmt. Das Spritzenmagazin in der Mußmehlstraße erhielt im Jahr 1904 durch Anbau eines Steiger- und Schlauchtrockenturmes sein bis 1958 bestehendes charakteristisches Aussehen.

1905

In der Post wurde eine öffentliche Fernsprechstelle eingerichtet. An den Kosten von 350 Mark beteiligte sich die Königliche Zentralstelle für das Feuerlöschwesen mit 100 Mark. Am 1. April 1907 wurde Betzingen in die Stadt Reutlingen eingemeindet. §14 des Eingemeindungsvertrages lautet: '' Die Feuerwehr in Betzingen soll in ihrem bisherigen Bestand und Rechtsverhältnis bestehen bleiben, solange nicht durch Einführung einer allgemeinen Wasserversorgung mit Hydrantenanlagen eine Verminderung im Mannschaftsbestand ermöglicht wird ''. Gleichzeitig wurde Karl Schickhardt neuer Kommandant.

1908

Der 5. Zug der Wachmannschaft wurde mit Gewehren ausgestattet. Die versprochene Wasserleitung wurde 1911 eingerichtet. Für die Feuerwehr brachte es die Anschaffung von 3 Hydrantenwagen (Schlauchkarren) und eine Neueinteilung. Auch das Schlauchmaterial wurde umgerüstet. Die vorhandenen württ. Normalgewinde wurden durch Giersberg-Kupplung (eine Klaunkupplung mit außenliegenden Klauen) ersetzt.

1912

Die Betzinger Wehr wurde in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt. Der Mannschaftsbestand wurde auf 160 reduziert. Hier muss angemerkt werden, dass zumindest das Führungskorps immer aus längerdienenden Freiwilligen bestand und von Anfang an in den vorgeschriebenen Zeitabständen frei gewählt worden war.

1914

Mit Beginn des 1. Weltkrieges mussten 104 Kameraden einrücken. Sie wurden teilweise durch ältere Einwohner ersetzt. Jakob Nedele übernahm das Kommando. Nach seiner Einberufung im Jahr 1915 wurde Jakob Görlach zum neuen Kommandanten gewählt. Bis zum Kriegsende 1918 hatte die Wehr 37 Tote zu beklagen.

1920

Karl Schickhardt wurde bei den Wahlen auf seinem Posten bestätigt. Die Geldentwertung von 1923 hatte die Einstellung der Unterstützungskasse zur Folge. Sie lebte auch nicht mehr auf.

1925

Verwaltungsrat der Freiwilligen Feuerwehr Betzingen 1930
Verwaltungsrat der Freiwilligen Feuerwehr Betzingen 1930
Das 60 jährige Jubiläum konnte festlich begangen werden. Zimmermeister Jakob Nedele wurde neuer Kommandant. Er gliederte den 1. Zug im Jahr 1926 eine Motorradabteilung an, die mit von ihm selbst konstruierten zusammenklappbaren Steigleitern ausgerüstet wurden.

1930

Malermeister Gottlob Wilhelm Stätter wurde als Kommandant bestätigt. Im gleichen Jahr ersetzte Sirenenalarm das Sturmläuten der Kirchenglocken.

1935

Ein Erlass des Württ. Innenministerium legte fest, dass in jeder Gemeinde nur eine kommunale Feuerwehr bestehen darf. Damit war auch das Ende der Freiwilligen Feuerwehr Betzingen als selbständige Einheit gekommen. Sie wurde zu einem Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Reutlingen. In einem Rückblick stellte Kommandant Stäter fest, dass die Wehr in 70 Jahren bei 18 großen und kleineren Brandfällen eingesetzt war. Dem neuen Löschzug wurde zugesagt, dass die innere Selbständigkeit erhalten bleiben sollte. Hier darf eingefügt werden: Zumindest seit 1945 wurde dieses Versprechen voll und ganz gehalten. Die Mannschaftsstärke wurde auf 80 festgelegt.

1939

Betzingen erhält sein erstes Löschfahrzeug, ein LF 15-TS. Damit war auch die Einrichtung der Weckerlinie verbunden. Die Ausbildung wurde auf Grundlagen umgestellt, die, wenn auch in zivilerer Form, heute noch gültig sind. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges am 1. September wurde die Feuerwehr voll in den Luftschutz eingegliedert. Zu Hilfspolizisten waren die Feuerwehrleute schon früher gemacht worden. Da die Mehrzahl der aktiven Feuerwehrmänner zur Wehrmacht einberufen wurde, mussten diese durch ältere, ehemalige Feuerwehrleute  und später auch durch Angehörige der Hitler-Jugend ersetzt werden. Mit Beginn des Bomben Krieges häuften sich die Einsätze in Betzingen, Lustnau, vor allem aber in Stuttgart und in Reutlingen.

1945

Das Bild zeigt die Löschgruppe aus dem Jahr 1950
Das Bild zeigt die Löschgruppe aus dem Jahr 1950
Für Betzingen kam am 20. April das Kriegsende. Durch den Artilleriebeschuss wurden zahlreiche Gebäude zerstört oder beschädigt; das Spritzenmagazin in der Mußmehlstraße wurde ebenfalls getroffen. Nach dem Einmarsch der französischen Truppen musste der verdiente Kommandant Wilhelm Stätter sein Amt niederlegen.
Sein Nachfolger als neuer Zugführer wurde Johannes Renz. Die Stärke des Löschzuges wurde auf 12 Mann beschränkt. Deshalb wurden 1948 18 Männer zur Löschhilfe verpflichtet. Bereits zwei bzw. drei Jahre später durfte die Mannschaftsstärke durch Neueinstellungen junger Leute wieder angehoben werden.

1952

Otto Schramm wurde zum Zugführer gewählt. Anlässlich des Kreisfeuerwehrtages am 13. Juli wurden in Mittelstadt Leistungskämpfe abgehalten. Dabei belegten die Betzinger Gruppen sowohl mit dem Löschfahrzeug, als auch mit der Tragkraftspritze jeweils den ersten Platz. Beim 22. Deutschen Feuerwehrtag am 30. und 31. Mai 1953 in Ulm war die Wehr mit einer Trachten- und Volkstanzgruppe beteiligt.
Hochwasser in Betzingen (Steinachstr. / Im Dorf)
Hochwasser in Betzingen (Steinachstr. / Im Dorf)
Zwischen dem 30. Juni und dem 2. Juli war mehrfach schweres Hochwasser zu verzeichnen. Das ''Mühlenbrückle'' wurde weggerissen; die Feuerwehr war an 45 Stellen eingesetzt. Zwei Jahre später lieferte Magirus, Ulm, eine Anhängerleiter AL 12.

1953

Die erfolgreiche Gruppe mit dem LF 15 bei den Leistungswettkämpfen in Mittelstadt im Jahr 1953 (von links) : Kommandant Otto Schramm, ''Vize'' Oskar Stolz, Kurt Necker, Rolf Heer, Kurt Keinath, Gerhard Haap, Karl Schlotterbeck, Erwin Ruckwied, Heinz Ott
Die erfolgreiche Gruppe mit dem LF 15 bei den Leistungswettkämpfen in Mittelstadt im Jahr 1953
Die erfolgreiche Gruppe mit dem LF 15 bei den Leistungswettkämpfen in Mittelstadt im Jahr 1953 (von links) : Kommandant Otto Schramm, ''Vize'' Oskar Stolz, Kurt Necker, Rolf Heer, Kurt Keinath, Gerhard Haap, Karl Schlotterbeck, Erwin Ruckwied, Heinz Ott, Hans Brucklacher und Hans Gaißer.
Und die ebenfalls erfolgreiche Gruppe mit der Tragkraftspritze (von Links) : Otto Schramm, Rolf Schmid, Kurt Keinath, Heinz Häussler, Helmut Wittke, Karl Kemmler, Horst Hoffmann, Walter Renz, Werner Schneider, Oskar Stolz und Dieter Eglof.
Gruppe mit der Tragkraftspritze
Und die ebenfalls erfolgreiche Gruppe mit der Tragkraftspritze (von Links) : Otto Schramm, Rolf Schmid, Kurt Keinath, Heinz Häussler, Helmut Wittke, Karl Kemmler, Horst Hoffmann, Walter Renz, Werner Schneider, Oskar Stolz und Dieter Eglof.

1956

Eine Brandstiftungsserie hielt die Feuerwehr in Atem. Daneben wurde die Feuerwehr noch durch zahlreiche mutwillige Melderalarme gefordert.

1958

Hier noch eine Aufnahme vom Landwirtschaftlichen Anwesen im Wasen, das im Jahr 1958 dem neuen Gerätehaus weichen musste
Hier noch eine Aufnahme vom Landwirtschaftlichen Anwesen im Wasen, das im Jahr 1958 dem neuen Gerätehaus weichen musste
Endlich war es soweit: Nach langjährigen Bemühungen konnte am 6. September das neue Feuerwehrhaus im Wasen 17 eingeweiht werden.

1962

Aus Reutlingen konnte ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug TLF 15 übernommen werden. Der 13. September war Begrüßungstag für ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS.

1964

Am 20. Mai brach ein Großbrand in den Rieber-Werken aus. Erstmals legte eine Gruppe die Prüfung für das Leistungsabzeichen in Bronze beim Kreisfeuerwehrtag in Hülben ab. Am 26. Mai 1965 war Festabend zum 100jährigen Bestehen der Feuerwehr in Betzingen. Sintflutartige Regenfällen brachten am 30. August 1966 45 Hochwasser-Einsatzstellen.

1967

Heinz Ott wurde zum Abteilungsleiter gewählt. Von 1973 bis 1982 war er zusätzlich 2. Stellvertreter des Feuerwehrkommandanten der Stadt Reutlingen. Als Einsatzleitfahrzeug wurde ihm dafür zunächst ein gebrauchter Mercedes-Benz-Pkw und später ein VW-Käfer zur Verfügung gestellt. Während seiner Amtszeit erfolgten nach und nach die Umstellung vom drahtgebundenen Wecker-Alarm auf die drahtlose Funkalarmierung.

1970

Am 16. November wurde eine Drehleiter DL 30 nach Betzingen überstellt. Damit war der Löschzug komplett. Bereits ein Jahr später brach eine neue technische Ära an, in das Tanklöschfahrzeug wurde das erste Funkgerät eingebaut.

1975

Die Wehr erhielt erstmals ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16. In der Zwischenzeit wurde es durch ein gebrauchtes Trocken-Tanklöschfahrzeug TroTLF 16 ersetzt. In der Nacht vom 28. zum 29. April 1976 zerstörte ein Großfeuer das Zimmergeschäft Märkle in der Rainlenstraße.

1982

Die Fahrzeuge des Löschzuges Betzingen im Jahr 1982 mit dem Einsatzleitwagen (VW Käfer), Dl 30, LF 16 TS und dem TLF 16.
Die Fahrzeuge des Löschzuges Betzingen im Jahr 1982 mit dem Einsatzleitwagen (VW Käfer), Dl 30, LF 16 TS und dem TLF 16.
Willi Schmauder wurde zum neuen Abteilungsleiter gewählt. Am ersten Weihnachtsfeiertag 1984 beschädigte ein Sprengstoffanschlag das Regionale Rechenzentrum in der Carl-Zeiss-Straße erheblich.

1985

Neben dem Gebäude im Wasen 21 wurde ein Parkplatz für die Feuerwehr angelegt. Am 20. Februar 1986 konnte ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS in Dienst gestellt werden. 1988 musste im Feuerwehrhaus der Fußboden der Fahrzeughalle tiefergelegt werden, damit 1989 eine Drehleiter DLK 23-12 darin Platz finden konnte.

1990

Grundungsgruppe der Jugendgruppe Betzingen
Unsere erste Jugendgruppe
Gründung der Jugendfeuerwehr. Der Orkan "Wiebke'' richtete auch in Betzingen erheblichen Sachschaden an. Am 16. März vernichtete ein Großbrand im Möbelhaus ''Domicil'' an der Ernst-Abbe-Straße die gesamte Lagerhalle. Auch in den Verkaufsräumen war der Schaden beträchtlich.

1993

Durch die Gasexplosion wurde die Wand herausgedruckt.
Durch die Gasexplosion wurde die Wand herausgedruckt.
Im "Wohnlandstüble" des Möbelhauses Wohnland in Reutlingen kam es im Küchenbereich durch ausströmendes Propangas zu einer Gasexplosion. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt. Rainer Haap wird zum neuen Abteilungskommandanten gewählt.

1995

Am 20. Januar kam es zu einem Brand in einem Tank- und Gasflaschenlager. Durch die große Hitze explodierten zahlreiche Gasflaschen und schossen wie Raketen in den Nachthimmel. Einige große Öltanks mussten mit zigtausenden Litern Wasser gekühlt werden, um eine größere Katastrophe zu verhindern.

Drehleiter DLK23-12 Iveco Magirus, Baujahr 1989
Die sechs Jahre alte Drehleiter (DLK 23-12) der Abteilung Stadtmitte wurde nach Betzingen überstellt und verstärkt ab diesem Zeitpunkt den Löschzug.
Großbrand bei der Firma Reiff
Wohl durch Brandstiftung kam es am 12. Oktober bei der Firma Reiff zum größten Brand in der Nachkriegsgeschichte der Reutlinger Feuerwehr. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte das Reifen-Freilager auf einer Länge von 20 x 70 m in voller Ausdehnung. Durch einstürzende Reifenregale war eine Feuerbrücke zur Warenvorbereitung und zur Produktionshalle entstanden, so dass der Brand trotz massiver Bekämpfung übergriff. Insgesamt waren in den folgenden drei Tagen 630 Feuerwehrangehörige im Einsatz.

1996

Die Popgruppe „Backstreet Boys“ gab am 27. Juni ein Konzert in der Reutlinger Eishalle. An diesem Abend kam es durch die hohen Temperaturen und die Faneuphorie zu zahlreichen panischen Reaktionen und Kreislaufzusammenbrüchen unter den vorwiegend weiblichen Besuchern. Der Betzinger Löschzug unterstützte das DRK bei der Versorgung der Personen, die sich bei dieser Massenpanik verletzt hatten.

1997

Der Löschzug rückte am 8. März zum Großbrand im Wirtshaus „Pfauen“ in die Innenstadt aus. Das historische Gebäude, welches Bestandteil der Reutlinger Stadtmauer ist, brannte in den oberen Stockwerken. Insgesamt konnten fünf Personen gerettet werden, die Löscharbeiten zogen sich aber, bedingt durch die schlechten baulichen Gegebenheiten, über mehrere Stunden hin.

Das Tanklöschfahrzeug Tro TLF 16 wird gegen ein neueres TLF 16 ausgetauscht.

1998

Harry Czebeka (Abteilungskommandant) und Reinhard Straub (stellv. Abteilungskommandant) übernahmen die Abteilungsführung von Rainer Haap und Eugen Ulmer.

Einsatzkräfte der Abteilung Betzingen fuhren am 29. Oktober zur zweitägigen Überlandhilfe nach Baden-Baden. Nach extremen Regenfällen wurde dort Katastrophenalarm ausgelöst, was die Feuerwehr Reutlingen dazu veranlasste eine Abordnung zur Unterstützung der dortigen Kräfte zu schicken.

1999

Sturmtief "Lothar" hat auch bei uns große Schäden angerichtet. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, Bäume drohten auf Häuser zu stürzen oder blockierten Straßen. Nach einer Woche waren die Aufräumarbeiten erledigt und wir konnten uns auf den Jahreswechsel vorbereiten.

2000

Ein Großfeuer brach am 30. Mai im Lagerbereich der Firma „Unomat“ im Industriegebiet Laisen aus. Der Löschzug Betzingen rückte zur Unterstützung der hauptamtlichen Kräfte mit aus. Durch die starke Hitzeentwicklung bestand Einsturzgefahr der Stahlbetonkonstruktion, nach mehreren Stunden Einsatztätigkeit konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Büro- und Produktionsbereiche konnten vor den Flammen bewahrt werden, das Lager im Unterschoss wurde jedoch komplett zerstört.

2002

Hochwasser in Betzingen
Am 10. August des Jahres führten Regenfälle mit Niederschlägen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter innerhalb kürzester Zeit zu weitläufigen Überschwemmungen im Stadtteil Betzingen. Katastrophenalarm musste ausgelöst werden und in den darauffolgenden Stunden versuchten die Einsatzkräfte der Wassermassen Herr zu werden. Zahlreiche Gebäude, Keller und Tiefgaragen wurden überflutet. Die Echaz trat zum Höhepunkt über ihre Ufer und verwandelte den Ortskern in eine Seenlandschaft. Unterstützt durch weitere Abteilungen der Feuerwehr Reutlingen wurden in den folgenden 24 Stunden die einzelnen Einsatzstellen nach und nach abgearbeitet.
Die Einsatzkräfte der Abteilung Betzingen halfen mit, bei der Sprengung eines Industrieschornsteins, die Umgebung abzusichern und die Staubwolke niederzuschlagen.

2003

Harry Czebeka wurde in seinem Amt als Abteilungskommandant bestätigt. Philipp Kurz übernimmt von Reinhard Straub die Tätigkeit als Stellvertreter.

2005

Feuerwehrkommandant Harald Herrmann übergibt den MTW an Bezirksbürgermeister Thomas Keck
Feuerwehrkommandant Harald Herrmann übergibt den MTW an Bezirksbürgermeister Thomas Keck
Die Abteilung erhielt am 2. April einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW), aus Platzgründen konnte das Fahrzeug leider nicht in Betzingen untergebracht werden und wurde deshalb auf der Hauptwache stationiert.

2006

Großbrand Firma Robert Bosch GmbH Werk Rommelsbach
Am Silvesternachmittag brach ein Feuer bei der Firma Bosch in Rommelsbach aus. Die Rauchsäule war viele Kilometer weit zu sehen und der Löschzug Betzingen traf mit unter den ersten Einsatzkräften vor Ort ein, um den Großbrand zu bekämpfen. Die Produktionshalle, in der Dieseleinspritzpumpen hergestellt wurden, steht in weiten Teilen in Flammen. Die insgesamt rund 200 Einsatzkräfte bekamen nach massivem Löscheinsatz den Brand nach zwei Stunden unter Kontrolle, die weiteren Arbeiten dauerten bis weit ins neue Jahr hinein, so dass unsere Drehleiterbesatzung den Jahreswechsel an der Einsatzstelle erlebte.

2007

Die Teilnehmer aus Reutlingen beim Atemschutztraining in Wangen
16 Feuerwehrmänner aus Reutlingen haben an einem Atemschutztraining mit de Aarauer Feuerwehrkameraden auf dem Übungsgelände der Schweizer Armee in Wangen an der Aare, teilgenommen. Gemeinsam mit den Aarauer Kollegen standen ihnen vier Ausbildungsstationen für die Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. Im zweigeschossigen Brandübungshaus wurde den Übenden mit drei realen, holzbefeuerten Brandstellen richtig eingeheizt. Die Personenrettung aus dem 150 Grad heißen, abgedunkelten und verrauchten Brandübungshaus forderte den routinierten Männern alles ab.
Ein weiterer Schwerpunkt des Trainings war das Absuchen von Räumen und die Orientierung in den abgedunkelten und verrauchten Räumen einer mehrgeschossigen Bunkeranlage.

Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Betzinger Feuerwehrhaus begannen.

2008

Die Abteilung bei der Bewirtung des Festakts 750 Jahre Betzingen
Harry Czebeka und Philipp Kurz wurden in ihren Ämtern als Abteilungsführung bestätigt.

Der Stadtteil Betzingen feierte sein 750-jähriges Jubiläum, die Feuerwehr beteiligte sich an zahlreichen Veranstaltungen.
Das Feuerwehrhaus in Betzingen
Die Sanierung des Feuerwehrhauses in Betzingen wurde abgeschlossen, ein neuer Alarmzugang gebaut und die Spind- und Werkstattbereiche neu gegliedert. Im Zuge dieser Baumaßnahme konnten die sanitären Einrichtungen, die Heizungsanlage und die Elektroinstallationen auf den aktuellen Stand gebracht werden.

2009

Am 27. Juli kam es, bedingt durch die extrem hohen Temperaturen, zu einem Überdruck des Kühlsystems in der Reutlinger Eishalle. Große Mengen von giftigem Ammoniak traten aus und die Anlage stand kurz vor der Explosion. Der Löschzug Betzingen unterstützte unter Chemikalienschutzanzügen bei der Niederschlagung der Dämpfe und dem Kühlen des Rohrleitungssystems bis in die späten Abendstunden.

2011

Die Neue Abteilungsführung
Wechsel in der Abteilungsführung
Der stellvertretende Abteilungskommandant Philipp Kurz beendete aus beruflichen Gründen seine Amtszeit. Zu seinem Nachfolger wurde Thomas Hirrlinger gewählt.

Löschgruppenfahrzeug
Wechsel im Fuhrpark
Das Tanklöschfahrzeug (TLF 16) wurde am 27. Juli  außer Dienst gestellt, die Abteilung erhielt dafür das 13 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) der Abteilung Stadtmitte.
Kinder stellen sich beim Spritzspiel der Jugendgruppe an
„Betzingen brennt“, so der Name einer Aktion der Jugendgruppe aus Betzingen. Gemeinsam mit dem Gewerbeverein wurde zahlreiche Aktionen über das Jahr verteilt organisiert und durchgeführt. Die Betzinger Jugendgruppe präsentierte ihre Tätigkeiten der Bevölkerung und lud zum Mitmachen ein.

2012

Brandbekämpfung über Drehleitern bei einem Dachstuhlbrand
Am 14. Mai leistete der Löschzug Betzingen Überlandhilfe bei einem Großbrand in Metzingen. Nachts war es in einer Tiefgarage zu einem Brand gekommen, die Flammen und der Rauch breiteten sich unbemerkt über den Treppenraum in die angrenzenden Wohnbereiche aus. Insgesamt konnten 50 Personen aus den baulich schwer zugänglichen Wohneinheiten gerettet werden, für zwei Bewohner kam jede Hilfe zu spät. Die Löscharbeiten, inzwischen zu einem offenen Dachstuhlbrand ausgedehnt, zogen sich über den ganzen Tag hin.

Übung mit Langzeitpressluftatmer
Die Bauarbeiten für den Scheibengipfeltunnel begannen und auch für die Feuerwehr startete ein neues Kapitel. Um die Bautätigkeiten und auch den späteren Betrieb des Tunnel absichern zu können musste eine Tunnel- und Rettungswehr eingerichtet werden. Ein Bestandteil dieser Einheit ist auch die Abteilung Betzingen, so musste ein Konzept für verschieden Einsatzsituationen entwickelt, zahlreiche zusätzliche Ausbildungen mit Langzeitpressluftatmern durchgeführt und neue Ausrüstung und Gerätschaften beschafft und kennengelernt werden.

2013

Harry Czebeka beendete nach 15-jähriger Amtszeit seine Tätigkeit als Abteilungskommandant. Sein bisheriger Stellvertreter Thomas Hirrlinger wurde in dieses Amt gewählt, Joachim Blasy zu seinem Stellvertreter.
Hochwasser in Betzingen
Hochwasser in der Echaz
Starke Regenfälle ließen am 31. Mai den Pegel der Echaz dramatisch ansteigen, in den späten Abendstunden trat der Fluss massiv über die Ufer und überschwemmte den gesamten Ortskern von Betzingen. Die Straßen und Brücken im Bereich der Steinachstrasse mussten gesperrt werden, zahlreiche Sandsackdämme wurden zum Schutz einzelner Bereiche aufgebaut. In der Reutlinger Innenstadt wurde ein Passant von den Fluten erfasst und konnte leider nicht mehr rechtzeitig gerettet werden.
Nach dem Rückgang der Wasserstände wurden zahlreiche Keller und Gebäude ausgepumpt, Gefährdungen durch Treibgut entfernt und Straßen wieder gesäubert.
Rückblickend lagen die Pegel etwas über dem Jahrhunderthochwasser von 2002
Einsatz nach Hagelunwetter
Nach dem Hagel müssen viele Dächer notdürftig abgedeckt werden
Die wohl größte Flächeneinsatzlage in der Geschichte der Feuerwehr Reutlingen ereignete sich am 28. Juli. Ein Hagelsturm fegte über die Region hinweg, die zum Teil tennisballgroßen Hagelkörner richteten einen Schaden in ungeahntem Ausmaß an.
Unzählige Dächer und Fassaden wurden stark beschädigt, Fenster und Rollläden regelrecht zerschossen, ganze Bäume entlaubt. Durch das Grüngut und den Hagel verstopften die Straßenabläufe der Kanalisation, zahlreiche Keller, Unterführungen und Kreuzungen wurden überschwemmt.
Erst in den folgenden Stunden wurde die gesamte Dimension dieses Hagels deutlich, die Abteilung Betzingen leistete in der darauffolgenden Woche über 1600 Einsatzstunden um die Gefährdungen und Beschädigungen zu beseitigen.
Einheiten aus ganz Baden-Württemberg wurden im Landkreis Reutlingen eingesetzt, zeitweise arbeiteten über 30 Drehleitern mit hunderten von Einsatzkräften zusammen. Im Nachgang wurde dieser Sturm zum größten Hagelereignis Deutschlands eingestuft, die Schäden beliefen sich auf rund 1,3 Milliarden Euro.

2014

Löschgruppenfahrzeug
Das neue Löschgruppenfahrzeug
Als Neubeschaffung erhielt die Abteilung Betzingen ein Löschgruppenfahrzeug (LF 20), das 28 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug (LF 16-TS) ging außer Dienst.

2015

Schreinerreibrand
Im Mai kam es zu einem Großbrand in einer Schreinerei mit angrenzendem Holzlager, mehrerer Löschzüge, auch der aus Betzingen, wurden zur Einsatzstelle gerufen. Die starke Hitzeentwicklung und das Ausbreiten der Flammen bedrohten ein benachbartes Tageswohnheim für gehandicapte Menschen der KBF und das Gasflaschenlager der Firma Öl-Ankele.
Durch den Einsatz der Feuerwehrleute konnten 45 Personen unverletzt in Sicherheit gebracht werden, der Schaden wurde auf die Schreinerei und das Holzlager begrenzt.
Dieser Einsatz erhielt im Nachgang eine Auszeichnung beim Conrad-Magirus-Preis.
Schaufenster mit der Bilderaktion "Funkenflug"
Die Feuerwehr in Betzingen feierte über das Jahr verteilt ihr 150-jähriges Bestehen.
In der besonderen Fotoausstellung „Funkenflug“ konnten sich die Bürger über die Tätigkeiten, Geschehnisse und technischen Entwicklungen bei der Feuerwehr Betzingen informieren. Die Fototafeln waren, Dank der Unterstützung des Betzinger Gewerbevereines, in den örtlichen Geschäften ausgestellt und zu besichtigen.
Wasserbrunnen beim Jubiläumsfest
Am 13. und 14. Juni veranstaltete die Abteilung ein zweitägiges Jubiläumsfest. Rund um das Feuerwehrhaus konnten beim Tag der offenen Tür das Gebäude, die Fahrzeuge und die Ausrüstung der Abteilung bestaunt werden, zusätzlich wurden noch zahlreiche Sonderfahrzeuge der Feuerwehr Reutlingen ausgestellt. Das tolle Programm und die ausgezeichnete Stimmung lockten hunderte von Menschen zum gemeinsamen feiern ins Feuerwehrhaus.
Übergabe Geschenk zu 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Reutlingen Abteilung Betzingen
Der offizielle Festakt zum Jubiläum fand 16. Oktober in der Zehntscheuer statt. Die Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, der Bezirksbürgermeister Thomas Keck und Feuerwehrkommandant Harald Herrmann beglückwünschten die Abteilung Betzingen zu ihrem Bestehen
Fluthelfermedallie
Mitglieder der Abteilung Betzingen erhielten im November eine besondere Auszeichnung. Die Fluthelfermedaille der Bundesrepublik Deutschland wurde für die Einsatztätigkeit bei den Überflutungen des Hochwassers im Mai 2013 verliehen.

2016

Hochwasser vor dem Feuerwehrhaus
Hochwasser am Feuerwehrhaus
Am 24. Juni des Jahres sorgten wiedereinmal starke, lokale Regenfälle für einen enormen Pegelanstieg der Echaz. Innerhalb kürzester Zeit trat der Fluss über seine Ufer und überspülte die angrenzenden Straßen und Gebäude. Das Wasser kam, bis zu einem halben Meter hoch, die Straßen herab geschossen, gefährliches Treibgut wurde angespült. Die Feuerwehrleute mussten selbst ihr eigenes Gebäude vor den Wassermassen schützen, da die Echaz so schnell und dramatisch anschwoll.
Nach dem Abklingen der Flutwelle wurden die Ausmaße sichtbar, zahlreiche Keller waren geflutet, Straßen und Gehwege voller Schlamm und Dreck, auch das Betzinger Rathaus und die Aussegnungshalle erlitten Schäden.
Nach etwa 17 Stunden Einsatzdauer kehrten die Betzinger Feuerwehrleute zurück an ihren Standort und beendeten den Einsatz
Ein Trupp beim Ablöschen eine Altpapierhaufens
Zu einem Großbrand kam es im Juli, im Industriegebiet West brannten Teile einer Altpapier-Lagerhalle eines Entsorgungsbetriebes. Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30° C drangen mehrere Trupps zur Brandbekämpfung in der Lagerbereich vor, nach einiger Zeit könnten die Flammen abgelöscht werden.
Die eigentliche Arbeit, das Auseinanderziehen der Papierstapel und das Ablöschen der Glutnester, zog sich über mehrere Stunden hin. Eine Brandwache wurde über Nacht an der Einsatzstelle eingerichtet.

2017

Das Löschegruppenfahrzeug und die Drehleiter im Löscheinsatz
Zu einem folgenschweren Zimmerbrand wurde die Abteilung am 29. Januar gerufen. Im Obergeschoss eines Einfamilienhauses war mitten in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen bereits Flammen aus den Fenstern und die Zimmer standen im Vollbrand. Eingeschränkt durch die deutlichen Minustemperaturen

in dieser Nacht nahmen die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung auf. Im Gebäude selbst war eine Orientierung kaum möglich, die baulichen Gegebenheiten und die Vermüllung der Räume erschwerten ein Vorankommen. Eine Person konnte mit einer Rauchgasvergiftung aus dem Gebäude gerettet werden, für eine Frau kam jede Hilfe zu spät.
Die angrenzenden Häuser konnten vor den Flammen geschützt werden, das Ablöschen der Glutnester zog sich jedoch mehrere Stunden.
Alte Drehleiter der Abteilung Betzingen
Im August fand des Austausch der Drehleitern statt. Die bisherige Betzinger Drehleiter (DLK 23-12) aus dem Jahr 1989 wurde durch das Fahrzeug der Abteilung Stadtmitte (DLK 23-12 nB) mit dem Baujahr 1995 ersetzt.
Der Scheibengipfeltunnel wurde fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Die Aufgaben für die Tunnelwehr änderte sich, der Einsatzplan für den Baubetrieb konnte abgeschlossen werden, ab jetzt galt der Einsatzplan für den normalen Verkehrsbetrieb.

2018

Die neue Abteilungsführung
Wechsel in der Abteilungsführung.
Die Amtsperiode von Thomas Hirrlinger läuft im Frühjahr aus, er steht für eine erneute Wahl nicht mehr zur Verfügung. Mit großer Mehrheit wird der bisherige Stellvertreter Joachim Blasy zum Abteilungskommandanten gewählt, sein Stellvertreter wird Stefan Klein.

Hochwasser in der Steinachstraße
Im Sommer führten starke Regenfälle wieder zu einer Überschwemmung des Betzinger Ortskerns. Die Abteilung rückte aus um die ansässigen Bewohner und deren Gebäude vor dem Wasser zu schützen. Nach dem Rückgang der Echaz in ihr Flussbett konnten die Schäden beseitigt und die überfluteten Bereich ausgepumpt werden.


Fliegerbombe in Reutlingen
Bei Grabungsarbeiten in der Reutlinger Innenstadt stießen Bauarbeiter auf ein verdächtiges Metallobjekt. Aus Sicherheitsgründen wurden die Maßnahmen unterbrochen und der Kampfmittelbeseitigungsdienst gerufen. Nach umfangreichen Planungen zum Evakuieren und Sichern der umliegenden Zonen, sowie der Vorgehensweise während der Entschärfung der mutmaßlichen Fliegerbombe wurde die gesamte Feuerwehr Reutlingen an einem Sonntag in Bereitschaft versetzt. Nach einigen Stunden eingehender Untersuchung konnte festgestellt werden, dass keine Bombe im Erdreich liegt und die Einsatzmaßnahmen wurden beendet.

2019

Philipp Kurz erhält die Urkunde der Eherenmitgliedschaft der Feurwehr Reutlingen
Philipp Kurz wird Ehrenmitglied der Feuerwehr Reutlingen, Abteilung Betzingen, er wird für seine besonderen Verdienste für die Feuerwehr, speziell auch für Betzingen mit dieser Auszeichnung geehrt.



Digitalfunk wird bei der Feuerwehr Reutlingen eingeführt.
Übergabe Mannschafttransportwagen
Oberbürgermeister Thomas Keck überreicht der Abteilung die Fahrzeugschlüssel für einen neuen Mannschaftstransportwagen.


2020

Drehleiter vor dem Feuerwehrhaus Betzingen
Die Drehleiter (DLK 23-12 nB GL CS HZL) wird nach Betzingen überstellt, das bisherige Fahrzeug wird außer Dienst genommen.
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