Großbrand in Mittelstadt


Dann folgten die Notrufe Schlag auf Schlag. Die Rauchsäule über Mittelstadt war kilometerweise zu sehen. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, brannte die Lagerhalle lichterloh. Eine Ausbreitung des Feuers auf umliegende Gebäude konnte durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr verhindert werden. Zudem konnte verhindert werden, dass rund 30 Wohnmobile und Wohnwagen auf einem direkt angrenzenden Grundstück, Opfer der Flammen wurden.

In der Halle waren einzelne Gasflaschen gelagert, die explodierten. Rund 8000 Reifen, die ebenfalls in der Halle gelagert waren, gerieten in Brand und verursachten die schwarze Rauchsäule über dem Mittelstädter Industriegebiet. 
Über die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr wurde die Warn-App NINA ausgelöst, die die Anlieger in den umliegenden Gemeinden vor der starken Rauchentwicklung warnte und die Bürgerschaft aufforderte, die Fenster zu schließen. Um Gesundheitsgefahren besser einschätzen zu können, setzte die Feuerwehr Messfahrzeuge ein. Direkt am Gebäude wurden Schadstoffkonzentrationen festgestellt. In der weiteren Umgebung konnten mit den Messgeräten der Feuerwehr jedoch keine Schadstoffkonzentrationen mehr nachgewiesen werden. Lediglich beißender Geruch und Rußpartikel lagen in der Luft.

Weil aufgrund der Wetterlage, die senkrecht aufsteigende Rauchsäule in Richtung Esslingen zog, stieg ein Hubschrauber der Polizei auf, um sich von oben ein Bild über die Lage zu machen.

Abfließendes Löschwasser wurde über Regenüberlaufbecken aufgefangen. Ebenso vor Ort war das Umweltschutzamt des Landkreises Reutlingen. Am Einsatzort machten sich Finanzbürgermeister Alexander Kreher und der Mittelstädter Bezirksbürgermeister Wilhelm Haug ein Bild von der Lage.

Im Einsatz waren rund 200 Einsatzkräfte: die Berufsfeuerwehr Reutlingen und alle Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Reutlingen mit fünf Löschzügen, die Polizei, das DRK und die Malteser.

Die Löscharbeiten dauern zur Stunde noch an.

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