Entstehung der Gefahrstoffeinheit

1976 wurde im Rahmen des erweiterten Katastrophenschutzes der ABC-Zug im Landkreis Reutlingen eingerichtet:

  • Zugtrupp ‏
  • Erkundung‏
  • Dekontamination von Geräten ‏
  • Dekontamination von Personen ‏

ABC steht hierbei für Atomar, Biologisch und Chemisch. Aufgabe dieses Zuges wäre im Verteidigungsfall gewesen, die Angehörigen des Katastrophenschutzes und deren Gerät vor Einwirkungen solcher Waffen zu schützen bzw. deren Einsatzbereitschaft durch Dekontaminationsmaßnahmen wieder herzustellen und die Bevölkerung zu dekontaminieren sowie bei der Notversorgung mit Trinkwasser mitzuwirken. Die Trägerschaft haben damals die Feuerwehren Reutlingen, Metzingen und Pfullingen übernommen.

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde vor dem Hintergrund des Sparzwanges der Zivil- und Katastrophenschutz ab- und umgebaut, so dass der ABC-Zug Reutlingen nun noch aus den folgenden drei Komponenten besteht:

  • Erkundung ‏
  • Gerätedekontamination ‏
  • Personendekontamination 

Beide stellen auch gleichzeitig einen Strahlenschutzzug bzw. eine Strahlenschutzgruppe. Eine weitere Strahlenschutzgruppe ist in Dettingen stationiert.

Nach einem Anstieg von Unfällen mit gefährlichen Stoffen und Gütern wurde
1992 auf Beschluss des Feuerwehrausschusses die Gefahrstoffeinheit als Sondereinheit der Feuerwehr Reutlingen ins Leben gerufen. Sie stellt die Einsatzreserve im Gefahrgutbereich und übernimmt ebenso die Aufgaben der ABC-Komponenten Erkundung und Gerätedekontamination im Rahmen des Zivil- und Katastrophenschutzes.

Als Stützpunktfeuerwehr ist die Feuerwehr Reutlingen außerdem für die Unterstützung einiger benachbarten Gemeinden zuständig. Sie stellt auch einen der drei Gefahrgutzüge im Landkreis. Einer befindet sich auf der Alb (FF Engstingen, FF Hohenstein, FF Trochtelfingen) der andere im Ermstal (Metzingen, Urach, Münsingen).

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